Jede Übung/Bewegungsabfolge soll im Pilates mit 100prozentiger Kontrolle exakt ausgeführt werden. Dies erfordert hohe Konzentration. Qualität geht beim Pilates vor Quantität. Es ist daher wichtig die eigene Körperwahrnehmung zunächst mit Hilfe von einfachen Übungen zu schulen. Der Pilatestrainer unterstützt hierbei, indem er den Übenden aktiv zum Beispiel im Rahmen eines Personal Trainings begleitet und hierbei die Übungen korrigiert.
Atmung
Beim Pilates wird die Atmung mit den fließenden Pilatesbewegungen koordiniert. Wir atmen hierbei vermehrt in die hinteren Rippenbögen. Diese Atemtechnik hilft uns dabei die Bewegungen von der Körpermitte (dem Powerhaus) auszuführen.
Zentrierung
Die Bewegungen fließen im Pilates aus der Körpermitte. Um dies zu Erreichen legen wir um unsere Körpermitte einen „Tailliengurt“, der Bauch sinkt nach innen, die Rippenbögen haben Anbindung zum Becken und werden geschlossen. Wir aktivieren die innere tiefliegende Stützmuskulatur (insbesondere arbeiten wir hierbei mit den drei Hauptstabilisatoren: die Beckenbodenmuskulatur, den querliegenden Bauchmuskel (M. transversus abdominus), und die entsprechenden
Gegenspieler im Rücken (Mm. multifidii)). Die Position der Wirbelsäule ist in der heutigen Pilates Lehre „Neutral“ das bedeutet die Wirbelsäule bleibt ihrer natürlichen Krümmung (doppelte S-Form) erhalten.